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wissenschaftliche Arbeiten 51-100 (1975-1982)

51 Launhoff, Marlene siehe Nr.28


52 Busse, Günther siehe Nr.27


53 Oenlsne, Wolfgang (Körperbehinderte / Instrumentalunterricht)

  • Der Einsatz von Blechblasinstrumenten in der Schule für Kb

54 Steinsiek, Erdmuthe (Körperbehinderte / Musiktherapie)

  • Musikdidaktik und Musiktherapie im Unterricht der Primarstufe an der Schule für Körperbehinderte unter Verwendung des ORFF- Instrumentariums

Die beiden Komponenten des Faches Musik an der Schule für Körperbehinderte Musikuntericht und Musiktherapie werden von der Kandidatin dargestellt. Dabei betrachtet sie von vornherein die für die Sonderschulen bedeutsamen Behinderungsarten unter dem Aspekt der Einflußnahme der Musik auf die Primär- und Sekundär-Schädigungen. Verbindendes Mittel zwischen den beiden Komplexen an der Arbeit ist das ORFF-Instrumentarium und seine Anwendungs- möglichkeiten. Hier bringt die Autorin ein vielfältiges Angebot unter dem jeweiligen Aspekt des musikdidaktischen und musiktherapeutischen Zieles.


55 Hildegard Bolten (Geistigbehinderte / Singen)

  • Erarbeitung des fünfstimmigen Liedsatzes "Das Orchester" von W. Geisler

Verständnis von Musikunterricht: - Unterscheidung zwischen sonderpädagogischer und heilpädagogischer Musikerziehung

Zur Unterrichtsreihe:

- Begründung: Lt. Richtlinien für NRW soll die Musikerziehung die natürliche Freude am Singen und Musizieren hauptsächlich am Lied wecken und entfalten;

- Ziele: Förderung der Anpassungs- und Einordnungsfähigkeit (soziales Verhalten), der Konzentration und Aufmerksamkeitsfähigkeit, der Sinne, der Begriffsbildung, des Sprachaufbaus (Abbau der Sprachhemmungen), der Reaktionsfähigkeit, der Phantasie; Hinführung zu umfassendem Musikerleben;

- Inhalte: Kennenlernen der im Lied vorkommenden Instrumente und deren pantomimische Darstellung; Erarbeitung des Begriffspaares "hoch- tief"; Erfassen von langen und kurzen Noten, Erarbeiten des dynamischen Wechsels; Singen in der Mehrstimmigkeit;

- Methode: Vorstellen der einzelnen Instrumente; Hörbeispiele als Anregung zu pantomimischer Darstellung; Unterscheidung von Tonhöhen durch farbige Arbeitskarten


56 Hermann, Charlotte (Geistigbehinderte / Musiktherapie)

  • Musiktherapeutische Ansätze in der Sonderpädagogik

57 Debes, Louis Helmut (Lernbehinderte / Musiktherapie)

  • Einführung in die Musiktherapie

58 Görner, Brigitte (Geistigbehinderte / Didaktik)

  • Werktherapeutische Ansätze im sonderpädagogischen Bereich, Instrumentenbau mit geistigbehinderten Jugendlichen

59 Horstmann, Stephan (Körperbehinderte / Didaktik)

  • Projektorientierter Unterricht - Möglichkeiten und Grenzen seines Einsatzes in der Kb- Schule unter besonderer Berücksichtigung des Faches Musik

60 Schütte, Alfred

  • Musische Erziehung im Fach Musik - Versuch einer Ortsbestimmung

61 Wolf, Ilse (Lernbehinderte / kompensatorische Musikerziehung)

  • Untersuchung zum Einsatz eines speziellen Trainingsprogramms zur Förderung der auditiven Wahrnehmung bei schulschwierigen Kindern im Schulkindergarten als Vorbeugemaßnahme gegen Lernbehinderung

62 Klaff, Hans (Erziehungsschwierige / Musiktherapie)

  • Grundlagen und Methoden der Musiktherapie und ihre Anwendung bei verhaltensgestörten Kindern

Die Kandidatin beobachtete im Rahmen einer Untersuchung das Verhalten von Kindern im Schulkindergarten. Ziel der Untersuchung war es, festzustellen, ob die Durchführung eines Programms zur auditiven Wahrnehmungsförderung sich positiv auf die auditive Wahrnehmungsfähigkeit und auf das Sozialverhalten auswirkt.


63 Schulte, Annelie (Geistigbehinderte / Freizeit)

  • Musik als Freizeitmöglichkeit bei Geistigbehinderten

Vor dem Hintergrund der Definitionen von Freizeit und von geistiger Behinderung entwickelt die Autorin die Begründung von einer Freizeitgestaltung Geistigbehinderter. Der Musik kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Zusammenhänge und Folgerungen werden dargestellt.


64 Herm, Sabine (Sprachbehinderte)

  • Zur Bedeutung psychomotorischer Spiele für die Sprachentwicklung des Kindes

65 Düchting, Cornelia (Körperbehinderte / Didaktik)

  • Versuch einer Unterrichtskonzeption für das Fach Musik in der Sekundarstufe I der Schule für Körperbehinderte (Sonderschule), ausgehend von Schulbuchanalysen und einer Schülerbefragung.

Ausgehend von der Erkenntnis, daß einerseits eine spezifische Musikdidaktik für die Schule für Körperbehinderte unumgänglich sein, andererseits Hinweise für den Musikunterricht an Schulen für Körperbehinderte fehlen, versucht der Autor eine Konzeption für den Musikunterricht der Sekundarstufe I dieser Schule zu entwickeln. Bereits bei den Überlegungen zur allgemeinen Musikdidaktik wird deutlich, in welchem Maße die Anforderungen an den Musikunterricht sich ausgeweitet haben, wie wesentlich dieser Unterricht für den Behinderten im besonderen sein muß und welche erschwerten Bedingungen durch die Behinderung zu berücksichtigen sein werden.

Um diese Bedingungen, die aus den Primär- und Sekundarschädigungen resultieren genau zu definieren und berücksichtigen zu können, werden von dem Autoren die Grundlagen der Körperbehinderten- pädagogik vor dem Hintergrund der Schädigung untersucht.

Da der körperbehinderte Jugendliche mit einer umweltbedingten Einstellung und Vorinformation in den Musikunterricht hinein kommt, war es von besonderer Bedeutung, das musikalische Verhalten jugendlicher Körperbehinderter zu erfahren. Basierend auf den vorliegenden Untersuchungen des musikalischen Verhaltens nichtbehinderter Jugendlicher legte der Autor die Befragung Körperbehinderter an. Das war notwendig, da keine entsprechende Erhebung bisher durchgeführt wurde. Die aufschlußreichen Auskünfte, die die Befragung erbrachte, zeigen sowohl Übereinstimmung mit den Aussagen anderer nichtbehinderten Jugendlichen als auch wesentliche Abweichungen, die eindeutig mit der Behinderung im Zusammenhang stehen.

Von der Hörwirklichkeit her entwickelte die neuere Musikdidaktik den Unterricht für die Sekundarstufe I. Die Inhalte sind in Schulbüchern ausgewiesen. Die Autorin analysierte 10 Musik-Schulbücher im Hinblick auf deren Beantwortung der Forderungen der zeitgemäßen Musikdidaktik und entwickelte hieraus schließlich ihre Konzeption für den Musikunterricht in der Sekundarstufe I der Schule für Körperbehinderte.


65a Günther Busse (Geistigbehinderte / Tanz)

  • Vorbereitung der Freizeitgestaltung Geistigbehinderter durch Einbeziehung des Tanzes in den Unterricht

Der Tanz wird sowohl in der Regelschule wie in der Sonderschule nur selten als ernstzunehmender Unterrichtsgegenstand behandelt. Vor dem Hintergrund einer sinnvollen Freizeitgestaltung gewinnt der Tanz gerade für den Sonderschulbereich eine große Bedeutung. Der Kandidat hat die Vorbereitung der Freizeitgestaltung Geistigbehinderter durch die Einbeziehung des Tanzes in den Unterricht ausführlich und engagiert behandelt. Er fußt dabei auf umfangreichen Erfahrungen, die er selbst mit Geistigbehinderten der Mittelstufe und der Werkstufe sowohl im Schulbereich, wie auch in der Freizeit gemacht hat.


66 Frutig, Rainer (Körperbehinderte / Instrumentalunterricht)

  • Entwurf einer Konzeption für den Instrumentalunterricht bei Körperbehinderten

66a Kirsch, Dieter (Lernbehinderte / Tanz)

  • Tanz, Bewegung und darstellendes Spiel im Musikunterricht der Schule für Lb

67 Weber-Lindenthal, Ursula (Lernbehinderte / Früherziehung)

  • Projekt zur Erstellung eines Beobachtungs- instrumentariums für die musikalische Früherziehung an Musikschulen und Kindergärten

68 Heitkemper, Gudrun (Sprachbehinderte / auditive Wahrnehmung)

  • Auditive Wahrnehmungsförderung als ein Beitrag zur Therapie von Sprachbehinderten

Die Kandidatin versucht, den Zusammenhang von Sprachbehinderung und deren Therapie auf der Basis auditiver Wahrnehmungsförderung herzustellen. Hierzu werden die Wahrnehmungsprozesse allgemein und die auditive Wahrnehmungsförderung im besonderen besprochen. Sprache und Sprachbehinderung finden eine umfassende Darstellung. Danach behandelt die Kandidatin die Sprachbehinderung vor dem Anteil der auditiven Wahrnehmung, um schließlich Unterrichteinheiten zur Therapie mit Hilfe der auditiven Wahrnehmungsförderung an der Schule für Sprachbehinderte zu entwickeln.


69 Schenk, Christiane (geistig schwerstbehinderte Kinder)

  • Möglichkeiten der Anwendung von Musik im Musikunterricht bei geistig schwerstbehinderten Kindern

Die Problematik der Anwendung bei geistig Schwer- und Schwerstbehinderten wird in dieser Arbeit zu klären versucht. Mit konsequenter Präzision kreist die Kandidatin in der Befragung der unterschiedlichen Berührungspunkte ihr Thema ein. So gelingt es ihr, die Mittel eines pädagogisch- therapeutischen Einsatzes von Musik als logische Konsequenz darzustellen.


70 Maren Uphoff & Lothar Uphoff (Lernbehinderte / Didaktik)

  • Die Behandlung von Popularmusik im Musikunterricht der Lb-schule am Beispiel des Schlagers

71 Krottenmüller, Thomas (Lernbehinderte)

  • Zur Problematik der Behandlung "E- Musik" im Musikunterricht bei Lernbehinderten

In dieser Arbeit wird die Behandlung der sg. E- Musik im Musikunterricht der SfLb doppelt problematisiert. Zum einen rückt die E- Musik laut Richtlinien in den Kanon der zu behandelnden Themen, zum anderen muß nach dem Stellenwert der E- Musik vor dem Hintergrund der Musikrezeption der lernbehinderten Schüler gefragt werden. Der Kandidat versucht, den im Urheberrecht gebrauchten und von der Musikpädagogik übernommenen Begriff der E- Musik zu umreißen und zu definieren, um dann die Begründung für die Aufnahme dieser Musik in die Richtlinien und Lehrpläne der SfLb zu entwickeln. Nach einer Beschreibung von Lernbehinderung werden die Auswirkungen auf den Unterricht und den Lernprozeß eingeführt.


72 Fritze, Christa (Lernbehinderte / auditive Wahrnehmung)

  • Die Förderung der auditiven Wahrnehmung bei schulschwachen Kindern (Diss.)

73 Beierlein, Johannes (Lernbehinderte)

  • Zum Einsatz des erlernten Instruments des Fachlehrers für Musik an der Schule für LB

74 Meyberg, Magdalena (Geistigbehinderte / Rhythmik)

  • Rhythmik in der Vorstufe der Sonderschule für Gb; Aufgaben und Möglichkeiten des Unterrichts in Musik

Begründung: - Bewegung hat einen bedeutenden Stellenwert für die Gesamtentwicklung des Kindes; mit Rhythmik können daher die motorischen, kognitiven, affektiven und sozialen Fähigkeiten der Kinder gefördert werden;

- die Übungsbereiche der Rhythmik treffen "genau die Ausfälle im Leistungs- und Verhaltensbereich der Geistigbehinderten";

- rhythmische Übungen entsprechen dem Lernverhalten geistigbehinderter Schüler: Ansprechen auf emotionaler Ebene, Einbezug des ganzen Körpers; Körpererfahrung ermöglicht Begriffsbildung; Möglichkeit der regelmäßigen Wiederholung ohne Langeweile;

- rhythmisch- musikalische Erziehung kann eine Elementarisierung der Musikerziehung verwirklichen, da die Bewegungsäußerung die elementare Form der musikalischen Äußerung darstellt;

Ziele: - Stärkung der Eigen- und Fremdwahrnehmung der Schüler;

- Entwicklung des Bewegungstriebes der Schüler in einen Bewegungssinn, damit dieser Umweltreize aufzunehmen, zu verarbeiten und zu beantworten lernt;

Inhalte: - Ordnungsübungen, Konzentrationsübungen, Übungen zur Begriffsbildung, zum Partnerbewußtsein, zur Improvisation;

Methode: - Übungen mit Spielgeräten, Musik und Bewegung; häufige Abwandlungen, um Flexibilität zu erreichen und den Transfer der erlernten Fähigkeiten auf alltägliche Situationen zu erleichtern;

- Prinzip "von der Bewegung zur Musik"


75 Gräwe, Ulrich (Lernbehinderte / Instrumentalunterricht)

  • Trompetenunterricht zur Förderung lernbehinderter Schüler

Der Kandidat sieht im Trompetenunterricht eine Möglichkeit, den lernbehinderten Schüler so weit zu fördern, daß er in ein Orchester oder in einem Spielkreis mit Nichtbehinderten integriert werden kann. Die Besonderheiten eines Instrumentalunterrichts lägen vor allem in der Methodik des Unterrichtsverfahrens im weitesten Sinne begründet. Er baut einen Lehrgang auf, der detailliert und mit Tonbeispielen erstmals eine Anleitung zum Spiel der Trompete unter den erschwerten Bedingungen der Lernbehinderung liefert.


76 Peters, Franz (Lernbehinderten / Singen)

  • Das demokratische Volkslied im Unterricht der Schule für Lb

77 Krusenkamp, Margund (Geistigbehinderte)

  • Der Autismus als sonderpädagogisches Problem

78 Torstrick, Elisabeth (Sprachbehinderte / Musikerziehung)

  • Musik im Rahmen der Förderung sprachbehinderter Kinder im Vorschulalter

In der Arbeit sollte die Frage geklärt werden, inwieweit Musik zur Förderung sprachbehinderter Kinder im Vorschulalter beitragen kann und in welcher Weise dies in sprachheilpädagogischen Einrichtungen realisiert ist. Grundlage dieser Arbeit war eine detailliert durchgeführte Erhebung über Sonderkindergärten für Sprachbehinderte in Nordrhein-Westfalen.

Von der Zielgruppe, den sprachbehinderten Kindern dieser Sonderkindergärten, leitet die Verfasserin die Beschreibung der in den Kindergärten anzutreffenden Sprachbehinderungen ab. Die Rolle, die die Musik in den Sonderkindergärten spielt, wird aufgrund eigener Anschauung und einer Fragebogenauswertung dargestellt. Schließlich werden weitere Möglichkeiten des Einsatzes von Musik innerhalb der Maßnahmen von Sonderkindergärten entworfen.


79 Finke-Knüwer, Hedwig (Körperbehinderte / Didaktik)

  • Aspekte eines Musikunterrichts in der Krankenhausschule

Die Verfasserin beschreibt Krankheit als intervenierende Variable sowie das Hospitalismus- Phänomen. Die besonders heterogene Organisation der Krankenhausschule und die Auswirkung auf den Unterricht werden ausführlich dargestellt, durch eine repräsentative Erhebung in NRW gestützt und ausgewertet. Die Anwendung der Pädagogischen Musiktherapie wird auf die Krankenhaussituation hin konkretisiert und an zwei Lernbereichen exemplarisch dargestellt.


80 Marbach-Palmowski, Marianne (Erziehungsschwierige / Instrumentalunterricht)

  • Aspekte eines Instrumentalunterrichts mit verhaltensauffälligen Schülern.

In absolutes Neuland führt die Arbeit der Kandidatin, wenn sie Aspekte eines Instrumentalunterrichts mit verhaltensauffälligen Schülern aufzeigt und diese an der Institution überprüft, die heute maßgebend die Instrumentalausbildung allgemein in der Bundesrepublik Deutschland bestimmt, der Musikschule. Von ihrem Ursprung her als soziale kulturelle Tat der 20iger Jahre in Anspruch genommen, versucht die Kandidatin zunächst die Verantwortlichkeit dieser Institution für den Kreis der Behinderten und hier vor allem der Verhaltensauffälligen zu überprüfen. Hierbei fußte sie auf den Ergebnissen zweier soeben fertiggestellter Dissertationen zum Musikschulwesen und auf der Durchsicht offizieller Aussagen dieser Bildungseinrichtung. Die Kandidatin zeigt dabei die Diskrepanz zwischen Unterrichtsrealität und Anspruch auf und begründet sie. Aus der Existenz und dem Bildungsanspruch der Institution Musikschule leitet die Kandidatin die Verantwortlichkeit für den Behindertenbereich ab.

Ihre Vertrautheit mit dem Personenkreis der Verhaltensauffälligen verbunden mit der Kenntnis der Musikschulen läßt sie die Möglichkeiten eines Instrumentalunterrichts mit Verhaltensauffälligen an Musikschulen entwickeln. Hierbei gelangen ihr didaktisch-methodisch konkrete Vorschläge, die sie aus der Anlage von Unterrichtswerken und der Kenntnis neuerer pädagogischer Konzeptionen gewinnt und die sie an der Besonderheit des angesprochenen Personenkreises überprüft.


81 Wolf, Gabriele (Sprachbehinderte / Didaktik)

  • Stimmliche und sprachliche Gestaltung einer Bildszene unter dem Aspekt des differenzierten Einsatzes von Stimme und Sprache

82 Finke-Knüver, Hedwig (Körperbehinderte / Didaktik)

  • Musikunterricht bei hospitalisierten Kindern und Jugendlichen - Lerngegenstand, Medium, Angebot für Freizeitbewältigung

83 Piel, Walter (Körperbehinderte / Lernbehinderte / Geistigbehinderte / Didaktik)

  • Das selbst hergestellte Musikinstrument in Erziehung und Unterricht behinderter Kinder

84 Leben, Reinhard (Lernbehinderte / Körperbehinderte / Instrumentalunterricht)

  • Versuch einer Übertragung handlungsorientierter Didaktik auf das instrumentale Spiel bei Körperbehinderten und Lernbehinderten Kindern

Der Autor problematisiert den Begriff "Lernbehinderung" von verschiedenen Seiten. Dabei werden Fragwürdigkeit der Institution LB-Schule, die Entstehung und Verfestigung eines negativen Selbstkonzeptes und die Defektorientierung diskutiert sowie die sozialökonomischen Faktoren bei der Entstehung von Lernbehinderung besonders herausgestellt. Vor dem Hintergrund eines so gewonnenen Bildes von Lernbehinderung wird die Handlungsorientierte Didaktik als erfolgversprechender Ansatz referiert. Hierbei fußt der Autor auf der materialistischen Behindertenpädagogik, die er ausführlich beschreibt.

Die Überlegungen münden in den Versuch einer Übertragung wesentlicher Prinzipien des handlungsorientierten Unterrichts auf den Instrumentalunterricht, bei dem die Folgen der Lernbehinderung berücksichtigt werden. Der handlungsorientierte Ansatz sucht die Motivation zum Spielen und Lernen zu erhalten.

Die Anweisungen zum Gitarrenspiel weichen von den bisher erschienenen Gitarrenschulen in dieser Hinsicht erheblich ab. Hier wird erstmals versucht, in kleinsten Schritten die Interaktion zwischen Schülern und Lehrer, das Verhältnis des Schülers zur Musik und zu seinem Instrument zu entwickeln.


85 Kossak, Reinhard (Geistigbehinderte / Instrumentalunterricht)

  • Klavierspiel mit Geistigbehinderten - Voraussetzungen und Materialien für die Unterrichtspraxis

Mit dieser Arbeit wird der Versuch unternommen, Materialien in Form eines Spielbuches für den Unterricht im Klavierspiel mit geistig behinderten Kindern zur Verfügung zu stellen. Dieses Unternehmen wird mit der Notwendigkeit einer Freizeitgestaltung Geistigbehinderter begründet. Dabei wird die Möglichkeit zum Instrumentalspiel generell Geistigbehinderten zugesprochen, Begrenzungen für das Klavierspiel aufgezeigt. Im zweiten Teil wird für die praktische Durchführung des Klavierunterrichtes ein Übungsbuch entwickelt, in dem der Verfasser seine als richtig erkannten mediendidaktischen Vorstellungen verwirklicht.


86 Dudlik, Annette (Körperbehinderte)

  • Musik bei schwerstbehinderten Kindern in der Schule für Körperbehinderte - Stellenwert und Möglichkeiten im Rahmen ihrer Förderung

87 Pusch, Marianne (Körperbehinderte / Rhythmik)

  • Möglichkeiten der Konzentrationsschulung durch rhythmische Erziehung (Beispiel: Kb- Schule Paderborn), Teil I und II

88 Getzmann, Elisabeth (Sprachbehinderte)

  • Möglichkeiten der Sprachförderung im Musikunterricht der Sprachbehindertenschule

89 Held, Josef (Körperbehinderte / Instrumentalunterricht)

  • Entwicklung und Effizienz von Methoden zur Beobachtung sensomotorischer Voraussetzungen für das Instrumentalspiel bei Körperbehinderten

Die Problematik, körperbehinderten Kindern und Jugendlichen das Spiel von Instrumenten zu rmöglichen, zeigt sich in der relativ geringen Zahl Körperbehinderter, die in ihrer Freizeit selbständig Musik gestalten. Da die sensumotorischen Voraussetzungen für das Instrumentalspiel eine wesentliche Rolle spielen, setzt der Autor hier an, um über Testspiele festzustellen, was bei einzelnen körperbehinderten Kindern an Voraussetzungen für ein bestimmtes Instrument vorhanden ist.

In dem 1. Teil der Arbeit berichtet der Autor über Grundlagen und spezielle Probleme der Körperbehindertenpädagogik und hebt dabei auf die Auswirkungen der Bewegungs- beeinträchtigungen auf die Persönlichkeits- entwicklung und die Entwicklung der Wahrnehmungs- fähigkeit besonders ab. Dieser Teil dient dem grundlegenden Verständnis der Probleme eines Instrumentalunterrichts bei körperbehinderten Kindern.

Die Entwicklung und Durchführung von "Methoden zur Beobachtung sensumotorischer Voraussetzungen" der sogenannten Testspiele, gilt das Hauptanliegen dieser Arbeit. Vorüberlegungen zur Frage nach den physiologischen Bedingungen zum Instrumentalspiel führen dann zur Entwicklung und Darstellung der Testspiele, die ein nahezu lückenloses Raster überprüfbarer Fertigkeiten ergeben. An zwei Fallbeispielen wird die Effizienz der Spiele aufgezeigt. Auf die Treffsicherheit insgesamt kann glaubhaft hingewiesen werden. In dieser Arbeit wurde ein Beobachtungs- instrumentarium entwickelt, das für die Praxis des Instrumentalspiels als einer Gestaltungsmöglichkeit der Freizeit Körperbehinderter von großer Bedeutung ist.


90 Grenzheuser, Gerd (Körperbehinderte / Musiktherapie)

  • Grundlagen und Ansätze einer Musiktherapie bei Körperbehinderten (mit cerebralen Störungen)

91 Herrmann, Ingeborg (Sprachbehinderte / Musiktherapie)

  • Möglichkeiten des Einsatzes von Musik in der Therapie von Redeflußstörungen in der Schule für Sprachbehinderte

Die offensichtliche Diskrepanz zwischen einer Erwartung, mit Musik Redeflußstörungen therapieren zu können und dem Fehlen einer grundlegenden Erörterung dieser Wirkung führten zu dem Versuch der Autorin, diesen Zusammenhängen nachzugehen. Hierbei wird aufgezeigt, daß eine sprachtherapeutische Anwendung von Musik auf Gemeinsamkeiten von Musik und Sprache basiert. Die Autorin zeigt diese Übereinstimmungen auf den verschiedenen Ebenen des Zusammentreffens von Musik und Sprache auf.

Von den Redeflußstörungen wird das Stottern besonders herausgehoben. So werden Theorien zu den Ursachen des Stotterns beschrieben und Therapien angeführt, die teilweise auf diese Theorien reagieren. Mögliche Therapieformen können sich aus Verfahren der Musiktherapie entwickeln. Wirkungen von Musik auf den Menschen, die zur Entwicklung einer Musiktherapie führten, werden ausführlich erörtert, ebenso die Anwendungsgebiete und Verfahren. Der Einsatz von Musik in der Stotterertherapie wird danach von die Autorin besonders ausgeführt und Beziehungen zu den vorhergehenden Kapiteln der Arbeit hergestellt. Die Erörterungen werden durch Praxisbeispiele weiter verdeutlicht.


92 König, Andreas (Geistigbehinderte / Freizeit)

  • Die Bedeutung deutscher Schlager in der Freizeitarbeit mit erwachsenen Geistigbehinderten

93 Hahn, Karen (Lernbehinderte / Didaktik)

  • Zur Situation und Stellung des Faches Musik an ausgewählten Sonderschulen

94 Czajakowski, Klaus (Lernbehinderte / Freizeit)

  • Musikunterricht an der Schule für Lernbehinderte als Faktor für spezifische Freizeitaktivitäten während und nach der Schulzeit.

Musik spielt in der Freizeit Jugendlicher eine bedeutende Rolle. Das Befähigen zu einer überlegten Gestaltung dieser Freizeit bei lernbehinderter Schülern auch durch Musik stellt für die Pädagogik ein vordringliches Ziel dar. Der Kandidat geht daher der Frage nach, in welcher Weise der Musikunterricht an der Sonderschule für Lernbehinderte dieser Aufgabe nachkommt. Im Rahmen dieser Fragestellung wird die Rolle, die verschiedene Musikarten bei lernbehinderten Schülern spielen, und ihre Repräsentation im Musikunterricht überprüft. Musikalische Begabung, Veranlagung und Sozialisation der Schüler werden aufgeschlüsselt. Vor dem Hintergrund möglicher Stigmatisierung eines überwiegenden Teils der lernbehinderten Schüler stellt der Kandidat die Bedeutung der Freizeitpädagogik heraus sowie die Aufgabe, die der Musikunterricht hier zu leisten aufgerufen ist.


95 Kuhlmann, Wilhelm (Lernbehinderte / Instrumentalunterricht)

  • Über die Konzeption eines Lehrgangs für Schlagzeug (drum-set) im Instrumentalunterricht bei lernbehinderten Schülern

Erstmals wird in dieser Arbeit versucht, einen Lehrgang zum Erlernen der Drumm-Sets zu entwickeln, einem Instrument mit hohem Aufforderungswert, das dennoch lernbehinderten Schülern weitgehend vorenthalten wird. Der Kandidat fußt in seiner Arbeit auf Erfahrungen innerhalb eines Modellversuchs "Instrumentalspiel mit Behinderten". Die Reflexionen zum Freizeitverhalten gehen dem zentralen Teil der Arbeit voraus. Intensiv setzt sich der Kandidat hier mit dem Schlagzeug, seinen historischen, ethnologischen und psychologischen Hintergründen auseinander, um wiederum den Bezug zu Besonderheiten der Lernbehinderung herzustellen.


96 Hahn, Ute (Sehbehinderte/Didaktik)

  • Das Hören von Musikwerken in der Schule für Sehbehinderte

Der Stellenwert eines Faches drückt sich nicht allein in der Berücksichtigung innerhalb der Richtlinien aus, sondern vielmehr in der Weise, wie das Fach in der Schulpraxis vertreten wird. Dieser Problematik geht die Kandidatin in ihrer Arbeit nach. Der Darstellung der Wirkungsweise des Musikunterrichts bei Behinderten folgen die besonderen Aspekte des Musikschulunterrichts, gesondert behandelt nach den Sonderschulen für die verschiedenen Behinderungsarten. Hierbei wird von den Kriterien der Behinderung jeweils Bezug genommen auf die spezifische Art des Musikunterrichts. Der jeweils verschieden gestaltete Musikunterricht erfordert Voraussetzungen in räumlicher, medialer, zeitlicher und personeller Hinsicht. Ausgehend von einer von Kemmelmeyer und Lumer- Henneböle durchgeführten Befragung an Sonderschulen stellt die Kandidatin Hypothesen zum Negativbild des Musikunterrichts an Sonderschulen auf, die sie anhand von Kriterien zur Häufigkit des Musikunterrichts, zur Qualifikation der Lehrkräfte und zur räumlichen und medialen Ausstattung überprüft.


97 Hekendell, Heinz (Lernbehinderte / Didaktik)

  • Folkmusik im Musikunterricht in der Schule für Lb , dargestellt am Beispiel der Skiffle- Musik

Ausgehend von den für das Fach Musik in den Rahmenlehrplänen der Schule für Lb umrissenen Zielen, dem Schüler die Teilnahme an der Musikkultur zu ermöglichen und seine Ausdrucks-, Wahrnehmungs- und Kommunikationsfähigkeit zu fördern, sieht der Kandidat in der Folk- Musik einen möglichen Inhalt, diese Forderungen zu realisieren. Dabei nimmt er als praktizierbare Form der Folk- Musik die Skiffle- Musik auf. Der Weg zur Begründung und Ausformung der Verwendung von Skiffle- Musik im Unterricht wird mit einer lesenswerten Beschreibung und Abgrenzung der Begriffsfelder Folklore, Folk- Musik, Skiffle- Musik begonnen. Die Zielgruppe der Lernbehinderten wird vornehmlich im Hinblick auf die o.g. Ziele behandelt, der Musikunterricht der SfLb als zuständiger Ort dieser Musik interpretiert.


98 Lumer-Henneböle, Beatrix (Körperbehinderte / Musiktherapie)

  • Über den Beitrag der Rhythmik zur Sonderpädagogik eine Analyse der unterschiedlichen Theorien und Methoden

Hinter dem Begriff Rhythmik verbergen sich verschiedene Richtungen der Bewegungserziehung, die generell in der Pädagogik und hier vor allem in der Sonderpädagogik angesiedelt werden. Die Kandidatin hatte sich zur Aufgabe gestellt, die unterschiedlichen Theorien und Methoden der Rhythmik zu untersuchen, um dann heilpädagogische Einsatzmöglichkeiten zu bestimmen. Nachdem eine Übersicht die Zielrichtung der Rhythmik bei Behinderten und über die Verfahren in den verschiedenen Übungsbereichen vorgenommen worden ist, stellt die Autorin die Möglichkeiten der Rhythmik in den verschiedenen Behinderungsarten dar. Ausgehend von der jeweiligen Besonderheit von Behinderungen werden gezielte Verfahren zur Kompensation bestimmter Ausfallerscheinungen angesetzt.

In dieser Arbeit wird damit zum ersten Mal für alle Behinderungsarten die jeweils zutreffende Anwendungsart herausgestellt. Hierbei fußt die Autorin auf umfassendes Material der Veröffentlichung zur Rhythmik, und auf Arbeiten des Faches Musik im Fachbereich Sondererziehung und Rehabilitation der Pädagogischen Hochschule Ruhr sowie auf eigene Erfahrungen.


99 Heckner, Anette (Lernbehinderte / auditive Wahrnehmung)

  • Auditive Wahrnehmungsförderung als fächerübergreifender Aspekt des Faches Musik

Die Notwendigkeit auditiver Wahrnehmungsförderung wird zunehmend im Zusammenhang mit Lernvoraussetzungen lernbehinderter Schüler gesehen. Die Kandidatin legt in ihrer Arbeit das besondere Gewicht darauf, den fächerübergreifenden Aspekt einer solchen Fördermaßnahme darzustellen. Das bedeutet, daß der Ort auditiver Wahrnehmungsförderung nicht alleine der Musikunterricht sein kann, wenn auch wesentliche Maßnahmen mit Inhalten eines Musikunterrichts übereinstimmen. Indem die Kandidatin einerseits in ihrer Reflexion über Ziele und Inhalte des Musikunterrichts mögliche Ansatzpunkte einer auditiven Wahrnehmungsförderung herausstellt, kann sie auf der anderen Seite von der Intention her und dem Raum, den der Musikunterricht innerhalb der Gesamtstundentafel einzunehmen in der Lage ist, die Notwendigkeit der gezielten Hilfsmaßnahmen, die nicht identisch sind mit Musikunterricht, darstellen. Die für das Fach aufgezeigten Förderprogramme zur auditiven Wahrnehmungsförderung werden anschließend dargestellt.


100 Hedderich, Karin (Lernbehinderte / Tanz)

  • Folklore -Tanz im Musikunterricht der Lb- Schule

Die Kandidatin stellt sich in ihrer Arbeit die Aufgabe, die eingeleitete Entwicklung auch für den Musikunterricht der SfLb wirksam werden zu lassen. Angesichts eines modischen Sprachgebrauchs des Begriffs Folklore unternimmt sie es, eine wissenschaftlich verwendbare, eindeutige Beschreibung und Eingrenzung zu erarbeiten und dies in gleicher Weise auf den Folklore- Tanz zu übertragen. Die "Funktion folkloristischer Tänze" und deren charakteristische Eigenheiten legen die Hereinnahme dieser Tanzform im Musikunterricht nahe.


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