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wissenschaftliche Arbeiten 101-150 (1983-1987)

101  Stein, Raimund (Lernbehinderte/Singen)
  • Über die Möglichkeiten eines Projektes über Arbeitslieder an der Schule für Lb, dargestellt an Binnenschiffahrtsliedern

Der Möglichkeit, Binnenschiffahrtslieder als Thema und Inhalt eines Projektunterrichts zu behandeln, geht der Kandidat in der vorliegenden Arbeit nach. Nach einer kurzen Begründung für Musikunterricht in der SfLb, beschäftigt sich der Kandidat mit der Problematik des Projektunterrichts in dieser Schulform. Er stellt fest, daß zum Thema Projekte im Musikunterricht der SfLb keine Veröffentlichungen vorliegen. Sehr ausführlich wird danach auf die Lieder im Bezug zur Binnenschiffahrt eingegangen. Zum Verständnis der Lieder wird die Entwicklung und das Wesen der Binnenschiffahrt dargestellt. Aus der Behandlung des Themas wird das Sinnvolle einer solchen Thematik deutlich.


102 Maag, Thomas (Lernbehinderte/Instrumentalunterricht)

  • Akkordeonunterricht als Möglichkeit der Freizeitgestaltung lernbehinderter Kinder und Jugendlicher

103 Brune, Birgit (Geistigbehinderte/Musiktherapie)

  • Möglichkeiten der Anwendung von Musik im Rahmen der Förderung autistischer Kinder

Die Anwendung von Musik bei der Behandlung autistischer Kinder wird häufig als klassisches Beispiel einer Musiktherapie angeführt. Die Kandidatin geht in ihrer Arbeit der Frage nach, worin eine solche Möglichkeit des Zugriffs durch Musik begründet liegt. Hierzu geht sie von zwei Seiten auf die Erhellung der Fragestellung zu, der Beschreibung des Autismus und der Klärung der Wirkung von Musik. Sie faßt dabei das Wesentliche in der Beschreibung des Autismus zusammen. Ebenso stellt sie die Position des Mittels Musik aus psychologischer Sicht dar. Die wesentlichen, in der Literatur auffindbaren Beschreibungen einer Anwendung von Musik bei autistischen Kindern, werden in bezug auf ihre Besonderheiten referiert und ihre Wirkung erläutert.


104 Langos, Andreas (Lernbehinderte/Didaktik)

  • Rockmusik im Musikunterricht an der Schule für Lb

Rockmusik als musikalische Ausdrucksform der Gegenwart verunsichert die Pädagogen da, wo es um ihren Einbezug in unterrichtliches Handeln geht. Der Kandidat versucht einen Weg der überzeugenden Darstellung im Unterricht, die sowohl der Rockmusik als auch den lernbehinderten Schülern gerecht wird. Die Problematik des unterrichtlichen Adressaten, des lernbehinderten Schülers, wird kritisch dargestellt, um danach in der Funktion der Rockmusik das Verbindende in der Vielfalt zu zeigen. Um den Zugang zur musikimmanenten Seite zu gewinnen, werden Modelle zum praktischen Musizieren im Klassenverband eingeführt.


105 Flegelkamp, Cornelia (Lernbehinderte)

  • Die Punkmusik als möglicher Inhalt eines Musikunterrichts an der Schule für LB

106 Strauss, Christian 2 Exemplare (Erziehungsschwierige/Musiktherapie)

  • Causale Musiktherapie von neurotischen Störungen auf der Basis musikalischen Kreativitätstrainings - strukturiert anhand des Persönlichkeitsinventars von R.B. Cattell (Diss.)

107 Verband dtsch. Musikschulen (Geistigbehinderte/Körperbehinderte/Lernbehinderte/Instrumentalunterricht)

  • Modellversuch Instrumentalspiel mit Behinderten und von Behinderung Bedrohten

108 Wermser, Ute (Musiktherapie)

  • Ansätze und Ziele der Musiktherapie in der Sonderpädagogik - ein Vergleich mit den Zielvorstellungen des Musikunterrichts an Normalschulen

109 Koppenhagen, Bernd (Sprachbehinderte/Musiktherapie)

  • Die bewegungsphysiologische Atem- und Stimmsicherung nach Oskar Fritz - Theorie und Praxis einer Stottererbehandlung

Der Verfasser hatte die Aufgabe, die "Stimmsicherung nach Oskar Fritz" und ihre weitere Entwicklung in Theorie und Praxis darzustellen. Um diesen Kern der Arbeit eindeutig herauszuarbeiten, stellt der Verfasser den bewegungsphysiologischen Ansatz in den Gesamtzusammenhang der Erscheinungsweisen des Stotterns und der Therapien. So werden die Symptomatologie und die Ätiologie des Stotterns dargestellt und danach die verschiedenen Orientierungen der Therapien gegeneinander abgesetzt. Auf den Zusammenhang von Musik und Stottern wird unter dem Hinweis auf die Wirkung von Musik verwiesen, wobei sich der Verfasser mit der tabellarischen Darstellung von Untersuchungen längere Ausführungen erspart.

Die Therapie von Fritz wird kritisch beschrieben und besonderer Wert auf die genaue Darstellung und Begründung des daraus entwickelten Sprachheilkurses von Windberg gelegt. Ein Vergleich von ursprünglichem Ansatz und heutiger Realisierung und aus einer kritischen Sicht erfolgende Anregungen schließen die Arbeit ab.


110 Koch, Felicitas (Geistigbehinderte/Rhythmik)

  • Die Bedeutung der Rhythmik für die Erziehung und Förderung geistigbehinderter Kinder und Jugendlicher

In dieser Arbeit erläutert die Autorin die Bedeutung der Rhythmik für die Erziehung und Förderung geistigbehinderter Kinder und Jugendlicher. Die Arbeit enthält eine Reflexion der Entstehung der Rhythmikbewegung. Bereits in der Beschreibung der Arbeitsmittel wird der Bezug zur Thematik hergestellt. Es erfolgt eine Bestimmung des Standortes der Rhythmik in der Sonderpädagogik, die den vorgesehenen Anwendungsbereich im Blick hat.

Der Personenkreis der geistigbehinderten Kinder und Jugendlichen wird beschrieben, wobei die Zusammenhänge möglicher Einflußnahmen auf Verhaltensweisen bereits deutlich werden. Es wird der direkte Bezug zwischen geistiger Behinderung und Förderung durch Rhythmik hergestellt, hierbei ist der Exkurs über die Charakterisierung der Rhythmik als Spiel beschrieben. Nach einer kritischen Auseinandersetzung mit den amtlichen Richtlinien zur Anwendung der Rhythmik in der Schule für Geistigbehinderte werden die Besonderheiten von Inhalten und Zielen verschiedener Autoren im Hinblick auf die vorgestellten Verhaltensweisen vorgestellt und verglichen, um schließlich eine Methodik der Rhythmik zu entwickeln und zu belegen.

Die Arbeit stellt den Versuch dar, von den Zielvorstellungen der Rhythmik ausgehend, ihren Einsatz bei geistigbehinderten Kindern und Jugendlichen zu begründen. Eine umfangreiche, nahezu lückenloses Literaturangabe beschließt die Arbeit.


111 Steffens, Susanne 2 Exemplare (Lernbehinderte/interkulturelle Musikerziehung)

  • Möglichkeiten eines interkulturellen Unterrichts in Musik an der Sonderschule für Lb in Klassen mit hohem Anteil türkischer Schüler

Die Definition dessen, was interkultureller Unterricht sei, ist in der Fachliteratur bisher verschwommen, die Veröffentlichungen nicht gerade zahlreich. Frau Steffens hat sich das Material umfassend zur Verfügung gemacht und den Stand der Forschung aufgearbeitet. Die Darstellung praktischer Erfahrungen der Kandidatin nehmen einen breiten Raum ein.


112 Köster, Barbara (Sprachbehinderte/Musiktherapie)

  • Einsatzmöglichkeiten von Musik bei der sprachlichen Förderung von Kindern mit Down-Syndrom

Ausgehend von der Notwendigkeit einer Förderung einer Sprache bei Kindern mit Down-Syndrom geht die Autorin der Frage nach, wie weit die Anwendung von Musik Einfluß nehmen kann. Der erste Teil der Arbeit beschäftigt sich vornehmlich mit den medizinischen Erklärungen des Down-Syndroms und den Auswirkungen auf die verschiedenen Persönlichkeitsbereiche. Es wird ein detailliertes Bild des Menschen mit Down-Syndrom erstellt. Hierbei werden organische Besonderheiten, die das Sprechen und die Wahrnehmung von Sprache behindern ebenso dargestellt, wie die Auswirkungen auf den Erwerb der Sprache. Es folgt die kritische Auflistung zweier in der Sprachförderung wesentlicher Konzepte.

In Anbetracht der sich bis dahin schon herausstellenden vielfachen Verknüpfungen von Sprache und Musik, insbesondere im Bewegungsbereich, bietet sich die Rhythmik als mögliches Mittel sprachlicher Förderung an. Die Aufschlüsselung des Verständnisses von Rhythmik geht dem Aufzeigen eines Konzeptes für die Sprachbehindertenpädagogik voran. In gleicher Weise wird mit der Auditiven Wahrnehmungsförderung verfahren wie mit "Musik mit der Stimme".

Am Beispiel der sprachlichen Förderung eines 10jährigen Mädchens mit Down-Syndrom mit Mitteln der Musik und der Rhythmik wird sowohl die Richtigkeit des theoretischen Ansatzes unterstrichen als auch mit praktischem Beispiel die gezielte Anwendung aufgezeigt.

Insgesamt gesehen eine Arbeit, die neben dem Bemühen um eine lückenlose Darstellung des Down-Syndroms und der damit verbundenen sprachlichen Behinderung die Verbindung zur Anwendung von Musik dargestellt.


113 Wagener, Elisabeth (Geistigbehinderte/Didaktik)

  • Die Rolle der Musik in der Erziehung geistigbehinderter Kinder in Deutschland seit Beginn der ersten Anstaltsgründung im 19. Jahrhundert bis zur Entwicklung der Hilfsschulen

Die Kandidatin versucht in ihrer Arbeit herauszustellen, welche Rolle Musik in der Erziehung Geistigbehinderter in der Vergangenheit gespielt hat. Bei einem Überblick über die ersten bekannten Ansätze einer Erziehung Geistigbehinderter ist u.a. von Interesse, daß bereits Comenius die Forderung stellt, alle betroffenen Kinder sollten zur Musik angehalten werden. Danach beschreibt die Kandidatin die ersten Anstaltsgründungen des 19. Jahrhunderts, weist die Stellen der Musik nach und unternimmt in gleicher Weise einen Überblick über die Entwicklung des Hilfsschulwesens. In einem umfassenden Überblick vermag sie beide Phasen treffend nachzuzeichnen und das Typische der jeweiligen pädagogischen Konzeption zu beschreiben.


114 Palmowski, Winfried (Erziehungsschwierige/Musiktherapie)

  • Zur Begründung der Pädagogischen Musiktherapie. Grundlegung einer Weiterentwicklung des sonderpädagogischen Handelns (Diss.)

114 a Padolecchia, Caroline (Geistigbehinderte/Rhythmik)

  • Die Anwendung von Musik und Bewegung in der Schule für Gb , dargestellt an einer Einzelförderung mit einem mongoloiden Jungen

In der vorliegenden Arbeit wird die Anwendung der Rhythmik bei Gb allgemein und im konkreten Fall in der Förderung eines mongoloiden Jungen beschrieben. In der Aufbereitung des Themas stellt die Kandidatin den Personenkreis der Kinder mit Down- Syndrom dar und behandelt Ziele, Übungsbereiche und Arbeitsmittel rhythmisch- musikalischer Erziehung in der Sonderpädagogik. In der Fallbeschreibung der Behandlung eines mongoloiden Jungen werden die Anwendung von Bewegungs- und Musikformen begründet und beschrieben sowie Vorgehen und Ergebnisse der Förderung dargestellt.


115 Braun, Monika 2 Exemplare (Hörgeschädigte)

  • Rhythmisch- musikalische Erziehung im Rahmen der Förderung hörgeschädigter Kinder im Vorschulalter

116 Pape, Ralf (Erziehungsschwierige/Didaktik)

  • Zur Didaktik der Rockmusik an der Schule für Erziehungshilfe

Das Thema wird vom Kandidaten von zwei Seiten her angegangen, vom Problem der Verhaltensstörung und vom Unterrichtsgegenstand Rockmusik. Anhand verschiedener Begriffsbestimmungen zeigt er Kontroversen auf und gibt zugleich einen gelungenen Einblick in den Personenkreis verhaltensgestörter Kinder und Jugendlicher. Der Entwicklung und den verschiedenen Kategorien der Rockmusik wird nachgegangen, um danach aus beiden Gebieten eine Didaktik der Rockmusik im Musikunterricht der SfE zu entwickeln. Schließlich schlägt er eine Unterrichtreihe zur Rockmusik vor und begründet sie.


117 Neth, Andreas (Sprachbehinderte/Singen)

  • Zur Bedeutung des Singens in der Schule für Sprachbehinderte

In seiner breit angelegten Arbeit geht der Kandidat der Bedeutung des Singens in der Schule für Sprachbehinderte nach. Ausgehend von grundlegenden Vorüberlegungen zum Verhältnis Kind und Singen sowie von Singen und Sprechen wird die Zielrichtung nach dem Bericht über Schüler und Unterricht in der Schule für Sprachbehinderte wieder eingeengt auf die Musikerziehung in dieser Schule. Hier wird schließlich das Singen als Bestandteil des Musikunterrichts in der besonderen Bedeutung für die Sprachförderung gesehen und es werden Möglichkeiten bei der Symptombehandlung beispielhaft ausgearbeitet. Hinweise auf die praktische Durchführbarkeit werden schließlich durch das Herausstellen von Kriterien zur Liedauswahl und zur Wirkungsweise des Singens in der Gruppe gegeben.


118 Coers, Barbara (Geistigbehinderte/Freizeit)

  • Musik im Freizeitverhalten geistigbehinderter Kinder und Jugendlicher - Konsequenzen für den Unterricht in Musik

Eine Erhebung über das Freizeitverhalten geistigbehinderter Schüler mit besonderer Blickrichtung auf die Stellung der Musik steht im Mittelpunkt der Arbeit. Überlegungen zum Begriff der Freizeit allgemein und die Entscheidung für die Definition Opaschowskis bilden eine Grundlage der Arbeit. Den zweiten wesentlichen Bestandteil bildet die an zwei Schulen für Geistigbehinderte durchgeführte Befragung von je 23 Schülern der Ober- und Werkstufe. Die Ergebnisse der Befragung werden danach mit den durch den Katalog Zielnioks ergänzten Thesen Opaschowskis in Beziehung gesetzt. Die Interpretation der Aussagen zur Befragung haben somit einmal ihren besonderen Eigenwert, zum anderen stützen und verdeutlichen sie ein System zum Freizeitverhalten. Der Auftrag der Schule wird vor diesem Hintergrund in einer Reihe von Folgerungen aufgezeigt.


119 Diedrich, Michael (Lernbehinderte/Instrumental)

  • Das Gitarrenspiel als Möglichkeit einer Musikbetätigung bei lernbehinderten Schülern

Ausgehend von den Ergebnissen vorangegangener Versuche zum Instrumentalspiel mit Behinderten greift der Kandidat die Probleme auf, einen Weg zum Gitarrenspiel mit lernschwachen Schülern zu finden, der den Besonderheiten dieser Schülergruppe Rechnung trägt. Er befaßt sich daher zunächst mit dem angesprochenen Personenkreis, der Definition und den Beeinträchtigungen im Lernbereich, interpretiert die auf die Sonderschule für Lernbehinderte bezogenen Richtlinien und greift dort den Ansatz zu einer Berechtigung eines Gitarrenunterrichts und der Vorbereitung auf die Freizeit auf.


120 Schaaf, Hans Christoph (Körperbehinderte/Didaktik)

  • Musikrezeption als Möglichkeit der Unterstützung von Krankengymnastik in der Schule für Kb

Die Arbeit versucht aufzuzeigen, in welcher Weise Krankengymnastik durch die Anwendung von Musik im Erreichen ihrer Ziele unterstützt werden kann. Der Kandidat beschreibt zunächst den Personenkreis der von cerebralen Bewegungsstörungen Betroffenen. Im weiteren Teil seiner Arbeit geht der Kandidat auf die nachgewiesene Wirkung beim Erleben von Musik auf die Physis und Psyche des Menschen ein. Da sich bei einer Unterstützung der Krankengymnastik vorwiegend die Rezeption von Musik über einen Tonträger anbietet, wird diesem Aspekt des Musikerlebens besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Basierend auf diesen Grundlagen konnte der Autor sowohl seine Musikanwendung konzipieren, als auch anschließend seine Maßnahmen treffen und seine Beobachtungen interpretieren.


121 Tornow, Brigitte (Sehbehinderte/Musiktherapie)

  • Pädagogische Musiktherapie im Bereich der Frühförderung sehgeschädigter Kinder

Zunächst wird eine Erziehungslehre sehgeschädigter Kinder konzeptuiert. Inhaltlich orientiert sich diese Erziehungslehre an der "Umgangsdidaktik", wie sie von Schauerte vertreten wird. In der Folge wird untersucht, inwieweit sich in der Literatur formulierte Ziele der Musiktherapie mit Zielen der Umgangsdidaktik in Einklang bringen lassen. Dabei erfolgt eine gründliche Auseinandersetzung mit der Literatur zur pädagogischen Musiktherapie.


122 Bücker, Winfried (Körperbehinderte/Kompensatorische Musikerziehung)

  • Elementares Musizieren im Musikunterricht der Eingangsklasse und der Primarstufe der Schule für Kb unter besonderer Berücksichtigung von Impulsen des Orff- Schulwerkes

123 Kruse, Elisabeth & Schnellen, Ursula 2 Exemplare (Lernbehinderte/Früherziehung)

  • Musikalische Früherziehung als Möglichkeit der Förderung "von Behinderung bedrohter Kinder"

In einer breit angelegten Arbeit legen die Autorinnen die Ergebnisse ihrer theoretischen Abklärung des Themas und die darauf basierende Untersuchung vor. Die Autorinnen nähern sich vorsichtig ihrer Aufgabe, die Entwicklung und Durchführung eines Konzeptes der institutionsgebundenen Früherziehung zu beschreiben.

So unternehmen sie den Versuch, den Personenkreis "von Behinderung Bedrohter" und der Auswirkungen der Randgruppensituation auf Verhalten, psychische und physische Entwicklung zu definieren.Den Hintergrund der vorschulischen Erziehung, Modelle hierzu und der Bezug einer emanzipatorisch orientierten kompensatorischen Erziehung auf den vorliegenden Fall wird ebenfalls beschrieben.

Da als Institution für die Durchführung die Einrichtung "Musikschule" vorgesehen ist, versuchen die Autorinnen die Legitimation dieser Bildungseinrichtung aus dem Selbstverständnis und der Vergangenheit abzuleiten. Die Autorinnen setzen sich kritisch mit dem Versagen im Hinblick auf den sozialen Auftrag auseinander und zeigen Wege der Überwindung auf.

Der praktische Teil der Arbeit gibt über die Entwicklung des durchgeführten Verfahrens, über die Teilnehmer der Früherziehung und über die Kontrolle der Ergebnisse Auskunft. Die Ergebnisse, welche sich sowohl auf eine Verhaltensänderung der Versuchsteilnehmer bezogen, wie auf die Resultate in den durch Tests ausgewiesenen Verbesserungen der Intelligenzprüfung im Bereich der Konzentration und in der auditiven Wahrnehmungsfähigkeit, werden interpretiert.


124 Wegener, Dorothea (Lernbehinderte/Didaktik)

  • Programmusik an der Schule für Lb

Die Kandidatin unternimmt in ihrer Arbeit den Versuch, den Stellenwert von Programmusik im Musikunterricht an der SfLb zu begründen und inhaltlich- methodisch zu füllen. Nach einer musikhistorischen Bestimmung werden Vorteile einer Verwendung von Programmusik im Musikunterricht herausgestellt und schließlich für die Lernstufen 6 und 9 konkretisiert.


125 Rieger, Gertrud (Geistigbehinderte/Didaktik)

  • Unterricht in Musik in der Mittelstufe der Schule für Gb

Die Kandidatin sieht ihre Aufgabe darin, die Notwendigkeit des Faches Musik anhand von Veröffentlichungen und Erfahrungen zum Thema zu begründen. Dies geschieht vor dem Hintergrund des Wissens um den Personenkreis der Geistigbehinderten, den sie ausführlich darstellt. In den Ausführungen zum Unterricht wird die Diskrepanz zwischen einer diffusen Erwartung, die mit dem Fach verbunden ist und der vorgesehenen Verwirklichung verdeutlicht. In den didaktischen und methodischen Überlegungen gelingt der Autorin ein Rückgriff auf die Unterrichtsprinzipien nach K. Joseph, von denen ausgehend die noch zu beschreibenden Unterrichtsinhalte und Verfahren ihren Sinn erhalten. Im weiteren Verlauf der Arbeit werden das Verständnis einer Musik mit Behinderten (Trennung von Unterricht und Therapie, Vorbereitung auf die Freizeit) begründend dargestellt und mit Beispielen belegt.


126 Neuse, Angelika (Sprachbehinderte/Didaktik)

  • Möglichkeiten der Förderung durch Musik im Anfangsunterricht der Schule für Sprachbehinderte

Um Möglichkeiten der Förderung Sprachbehinderter durch Musik aufzuzeigen, legt die Kandidatin ihre Arbeit in breiter Form an. Sie stellt neben den Grundlagen der Sprachbehindertenpädagogik insbesondere den Zusammenhang von Atem und Stimme sowie die Bezüge von ausgewählten Sprachstörungen zu Atemstörungen heraus. Bereits in diesem Teil verweist die Kandidatin auf naheliegende Übereinstimmungen mit Bereichen der Musikausübung, insbesondere des Blockflötenspiels.

Da der Ort der geplanten Anwendung von Musik die Schule für Sprachbehinderte ist und hier wiederum der Anfangsunterricht, wird die Institution und die Problematik von Schulform und Unterricht ausführlich dargestellt. Erkenntnisse der Entwicklungspsychologie werden herangezogen und schließlich Konsequenzen für den Anfangsunterricht aufgezeigt. In einem dritten Teil wird schließlich die Musik in Unterricht und Anwendung in die Überlegung einbezogen und die Blockflöte und das Blockflötenspiel im Hinblick auf die Anwendbarkeit in der Schule für Sprachbehinderte deziediert eingeführt.


126 b s.o. s.o. Materialsammlung


127 Lefering, Brigitte (Körperbehinderte)

  • Musikunterricht und Anwendung von Musik in der Krankenhausschule

Die noch am Anfang stehende Institutionalisierung von Krankenhausschulen als Sonderschulen läßt darüber nachdenken, das Fach Musik im Sinne des Auftrags der Schule einzubringen und/ oder sich den Möglichkeiten der Anwendung von Musik zu bedienen. Nach einem kurzen Abriß der historischen Entwicklung stellt die Autorin die Problematik in der Durchführung dar, hier eines Teils auf die notwendige Kooperation von Pädagogok und Medizin hinweisend und zum anderen die besondere Situation der Kinder im Krankenhaus aufzeigend. Vor diesem Hintergrund fragt die Kandidatin nach den Grundlagen und den Zielen des Faches Musik in der Sonderpädagogik allgemein, um sie dann auf die Besonderheiten der Krankenhausschule zu übertragen. Sie entschließt sich dabei aus der Einschätzung der Unterrichtswirklichkeit, ihr Augenmerk auf die Anwendung von Musik in der Art der pädagogischen Musiktherapie zu richten.


128 Winter, Ulrike (Körperbehinderte/Tanz)

  • Aspekte des Tanzes an der Schule für Körperbehinderte unter besonderer Berücksichtigung rollstuhlfahrender Schüler

Der besonderen Situation von Rollstuhlfahrern wird vor dem Hintergrund der Bedeutung der Bewegung für die Entwicklung des körperbehinderten Kindes nachgegangen. Nach einer Analyse der Wirkung des Tanzens auf Körperbehinderte kann die Autorin als wesentliche Erkenntnis die medialen Funktionen des Tanzes im Hinblick auf die Behinderungsverarbeitung beschreiben. Die Kandidatin versucht sodann, den möglichen Stellenwert des Tanzes an der SfKB zu bestimmen und entscheidet sich für Musikunterricht und eine Zusammenarbeit von Sport- und Musikpädagogen. Im praktischen Teil der Arbeit wird systematisch die Hinführung zum Tanz in Lernschritten aufgeführt und schließlich werden Tänze für die Unterstufe der SfKB bearbeitet.


129 Schwalenberg, Martina (Lernbehinderte/Didaktik)

  • Klassische Musik als Unterrichtsinhalt des Musikunterrichts an der Schule für Lb

Die Kandidatin versucht zunächst, dem schillernden Begriff "klassische Musik" die Interpretation zu geben, die einer Verwendung in der Musikpädagogik angemessen ist. Das musikalische Verhalten Lernbehinderter stellt sie anhand umfassend herangezogener Literatur unter besonderer Berücksichtigung der Einstellung zur klassischen Musik dar. Kritisch untersucht sie musikdidaktische Ansätze im Hinblick auf ihre Thematik und entscheidet sich für den Aspekt der Schülerorientierung. Die Problematik des Faches Musik in der Sonderschule wird daran anknüpfend behandelt. Hieraus resultieren didaktisch - methodische Überlegungen zur Einbeziehung klassischer Musik als ausgewählter Gegenstand des Musikunterrichts an der Schule für Lb.


130 Büsen, Regina (Körperbehinderte/Rhythmik)

  • Zur Förderung der Raumorientierung durch rhythmische Übungen bei Cerebralparetikern

Die Kandidatin sieht auf der einen Seite die Beeinträchtigung der Raumorientierung bei Cerebralparetikern und auf der anderen Seite die Möglichkeiten der Rhythmik zur Schulung der Raumorientierung. Sie geht beiden Polen nach und beschreibt zunächst die verschiedenen Arten von Cerebralparesen im Hinblick auf die motorische Entwicklung. Die Bedeutung der Raumorientierung für den menschlichen Lebensbereich und die teilweise Verhinderung dieser Erfahrungen durch die Cerebralparese und deren Folgen werden anschließend behandelt. Den Bereich der möglichen Einflußnahmen beschreibt sie, indem sie sich auf gut ausgewählte Aussagen der Rhythmikliteratur zum Raum und zur Raumorientierung bezieht. Dem Ansatz der Rhythmik als Unterrichtsfach und als Unterrichtsprinzip wird die Motopädagogik mit ihren Zielen gegenübergestellt, die Unterschiede herausgehoben und das Verbindende und einander Ergänzende dargestellt. Den Abschluß bildet eine Zusammenstellung von Übungsvorschlägen nach den Kriterien der Rhythmik für die konkrete Anwendung in einer Körperbehindertenklasse.


131 Kossak, Reinhard (Lernbehinderte/Didaktik)

  • Erarbeitung ausgewählter Bilder aus der "Alpensinfonie" op.64 von R. Strauß. Eine Einführung in das Hören sinfonischer Dichtung in einer 8. Klasse der Schule für Lb.

132 Scheer, Jens-Uwe (Körperbehinderte/kompensatorische Musikerziehung)

  • Improvisation im Musikunterricht bei Mehrfachbehinderten an der Schule für Kb

Improvisationen stellen innerhalb der Musizierpraxis ein weites Feld dar und finden in der Musikpädagogik vornehmlich in der Form elementaren Instrumentalspiels ihren Ort. Der Kandidat untersucht die Möglichkeiten des Instrumentalspiels bei Mehrfachbehinderten. Der von ihm bezeichnete Schülerkreis wird in seinen Entwicklungsmöglichkeiten in-nerhalb des Unterrichts betrachtet. Die Problematik des Musikunterrichts mit Mehrfachbehinderten wird systematisch aufbereitet und schließlich die Improvisation als mögliche Form eines kompensatorischen Musikunterrichts herausgestellt. Vor diesem Hintergrund stellt der Kandidat ca. 50 verschiedene Anlässe zur Improvisation aus Unterrichtsmaterialien nach didaktischen Gesichtspunkten sinnvoll systematisiert zusammen.


133 Lang-Ruhrländer, Veronika (Sprachbehinderte)

  • Die Anwendung von Musik in einer ganzheitlichen Förderung von Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen

134 Palmowski, Winfried  siehe Arbeit Nr. 114


135 Schüring, Beate (Geistigbehinderte/Instrumentalunterricht)

  • Über den Einfluß des elementaren Instrumentalspiels auf das Kommunikationsverhalten geistigbehinderter Schüler

Die Kandidatin geht in ihrer Arbeit der Frage nach, ob und in welcher Weise mit dem Mittel Musik auf das Kommunikationsverhalten Geistigbehinderter Einfluß genommen werden kann.

Nach einer Klärung des Kommunikationsbegriffes stellt sie den Bezug zum Kommunikationsverfahren geistigbehinderter Schüler dar, wobei sie die Differenzierung Thalhammers übernimmt. Wenn auch die Kandidatin auf die wenig abgesicherten Aussagen zum Kommunikationsverhalten Geistigbehinderter hinweisen muß, so wird doch die Begründung für die Notwendigkeit einer Kommunikationsförderung überzeugend geführt. Nach dem Vorstellen des elementaren Instrumentalspiels als einem möglichen Auslöser kommunikativer Prozesse werden schließlich die Möglichkeiten der Einflußnahme der Pädagogische Musiktherapie in der Kommunikationsförderung Geistigbehinderter dargestellt. Die Kandidatin befaßt sich darüber hinaus auch mit der Rolle des Pädagogen in dieser Situation. Nach der Begründung und Beschreibung ihrer eigenen Maßnahmen in der Förderung dreier geistigbehinderter Schüler kann die Kandidatin schließlich auf das Erreichen der Ziele ihres Versuches mit eindeutigen Veränderungen im kommunikativen Verhalten der Schüler hinweisen.


136 Neuhäuser, Burkhard (Blinde/Didaktik)

  • Zur Musikdidaktik an der Blindenschule - Versuch einer Konzeption vor dem Hintergrund der Entwicklung des Faches.

Das Fach Musik an Blindenschulen muß einerseits den "Lernbedingungen und Lernbedingungsdifferenzen" blinder Schüler gerecht werden, zum anderen allgemeinen musikdidaktischen Tenden-zen folgen. Vor dem Hintergrund dieser Dialektik entwickelt der Kandidat seine Untersuchung. Die Weise seines Vorgehens begründet er in einem einleitenden Kapitel, um danach die Systematisierung des Problemkreises erhellen zu können. Das Besondere einer "allgemeinen Sehgeschädigtenspezifischen Didaktik" macht der Kandidat an den Differenzen zu den nichtbehindertenspezifischen Lernbedingungen deutlich.

Für das Ergebnis der Arbeit ist es bedeutsam, die Intentionen des Musikunterrichts der Gegenwart herauszustellen und seine Inhalte aus den verschiedenen Lernfeldern des Faches abzuleiten.

Die Abhängigkeit des Musikunterrichts von Zeitströmungen zeigt der Kandidat in einer Sichtung der Literatur auf und weist dabei gleichzeitig auf das "Machbare" im Hinblick auf die Lernbedin-gungsdifferenzen im Musikunterricht der Gegenwart hin. Der schwierigen Aufgabe einer Systematisierung der Literatur löst der Autor durch Befragung der Lernfelder in gleicher Anordnung wie im ersten Teil seiner Arbeit. Auf diese Weise entsteht neben der Übersicht über die Aussagen zum Thema in diesem Jahrhundert ein Katalog musikdidaktischer Forderungen an den Musikunterricht an Blindenschulen.


137 Kuhlmann, Anne (Körperbehinderte)

  • Musikinstrumente für den Musikunterricht mit Körperbehinderten

Vor dem Hintergrund der im Gefolge der Primärbehinderung auftretenden Sekundärbehinderungen werden allgemeine Prinzipien des Unterrichts mit Körperbehinderten behandelt und anhand eines Zielkatalogs die besonderen Trainingsmöglichkeiten eines Musikunterrichts aufgezeigt. Die Kandidatin folgt hierbei dem theoretischen Ansatz einer Kompensatorischen Musikdidaktik nach Kemmelmeyer. Zwei spezielle Fördermöglichkeiten stellt sie mit der Steigerung des Arm- und Handeinsatzes und der verbesserten sozialen Akzeptanz besonders heraus.


138 Hütz, Anne-Kathrin  

  • Auditive Wahrnehmungsförderung in der Unterstufe der Schule für Geistigbehinderte.

139 Paschko, Anja (Geistigbehinderte/auditive Wahrnehmung)

  • Auditive Wahrnehmungsförderung in der Mittelstufe der Schule für Gb

Innerhalb eines Projektes zur auditiven Wahrnehmungsförderung hat die Kandidatin die Erprobung einer Übungsfolge für die Mittelstufe der Schule für Gb durchzuführen. Um den praktischen Teil ihrer Arbeit zu fundieren, stellt sie zunächst die Personengruppe der Geistigbehinderten vor. Die Bedeutung der auditiven Wahrnehmungsförderung für die Gesamtentwicklung des Menschen sowie Ursachen und Folgen von Störungen der auditiven Wahrnehmung, vornehmlich bei Kindern mit Down- Syndrom werden ausführlich behandelt. Vor diesem aufgezeigten Hintergrund wird konsequent die Notwendigkeit einer Förderung der auditiven Wahrnehmung behandelt und speziell das zur Erprobung stehende Verfahren eingesetzt. Ausgerüstet mit dieser gut durchdachten und kritisch reflektierten Theorie gelingt ihr ein ideenreiches und wohlüberlegtes Abändern und Neukonzipieren der Übungsfolge zur Wahrnehmungsförderung.


140 Hamann, Ulrike (Geistigbehinderte/auditive Wahrnehmung)

  • Auditive Wahrnehmungsförderung in der Mittelstufe der Schule für Gb

Die Kandidatin stellt zunächst den theoretischen Hintergrund einer auditiven Wahrnehmungsförderung dar und darauf basierend die Neukonzeption und Durchführung von Teilen einer Übungfolge für die Mittelstufe einer Schule für Gb. Nach einer Vorstellung der zu bearbeitenden Übungsfolge werden die notendigen Abänderungen im Hinblick auf den Einsatz in einer Mittelstufe der Schule für Gb allgemein und der beschriebenen Klasse im Besonderen reflektiert.


141 Poggel, Sigrid (Geistigbehinderte/auditive Wahrnehmung)

  • Auditive Wahrnehmungsförderung

Die Kandidatin hatte innerhalb eines Projektes die Erprobung und Neukonzeption von Teilen einer Übungsfolge übernommen. Den theoretischen Hintergrund dieses Unternehmens stellt sie zutreffend dar indem sie sich mit den Problemen der geistigen Behinderung einerseits und der Wahrnehmung andererseits befaßt. Unter Heranziehung aktueller Aussagen der Literatur gewinnt sie den Standort, von dem aus sie die Übungsfolge für den Einsatz an einer Werkstufe der SfGb bearbeiten kann. Die Kandidatin bringt zu nächst Veränderungsvorschläge ein, um dann in einer umfangreichen Darstellung der neu konzipierten Übungsfolge weitere Korrekturen anzubringen .


142 Klaas, Ute (Sprachbehinderte)

  • Spiele mit Musik bei Sprachbehinderten und ihr Einfluß auf Störungen im sozialen und emotionalen Bereich

Ausgehend von der Hypothese, daß viele Sprachbehinderte in ihrer Kommunikationsbereitschaft beeinträchtigt sind, zu deren Voraussetzungen positives emotionales und soziales Grundempfinden gehö-ren, versucht die Autorin über Spiele mit Musik auf nonverbaler Ebene diese Erfahrungen zu ermöglichen. Nach einer Darstellung von Sprachbehinderungsformen, bezogen auf die in der Versuchsklasse angetroffenen Behinderungen, beschreibt die Autorin Ziele sozialen und emotionalen Lernens und zeigt dabei jeweils mögliche Störungen bei Sprachbehinderungen allgemein, dann auf die Versuchsklasse bezogen, auf. Dem Einfluß der Musik wird nachgegangen und sodann Spiele mit Musik von Spieltheorien her begründet. In einem praktischen Teil stellt die Autorin ihren Unterricht in der Versuchsklasse dar.


143 a Wieg, Ursula (Sprachbehinderte)

  • Der Umgang mit der Stimme im Musikunterricht bei Sprachbehinderten

Die Kandidatin versucht, die Möglichkeiten des Umgangs mit der Stimme unter dem Aspekt des Einbringens in eine Sprachheilpädagogik aufzuzeigen. Dazu geht sie zunächst auf Sprachbehinderung, Anatomie der Sprechorgane und die Schule für Sprachbehinderte beschreibend ein, um sich dann, ausgehend vom allgemeinen Ansatz der Musik in der Sonderpädagogik, mit Besonderheiten des Handelns mit Musik bei Sprachbehinderten auseinanderzusetzen. Am konkreten Fall einer SfSb zeigt die Kandidatin die verschiedenen Möglichkeiten des Umgangs mit der Stimme auf. Hierbei begründet sie jeweils Schwerpunkte, zu denen sie Unterrichtsstunden entwirft und durchführt. Dadurch gelingen ihr insbesondere zum Bereich des Singens wertvolle Hinweise.


143 b s.o. s.o. Materialsammlung/Kassetten zur Hausarbeit


144 Meuthen-Pieters, Isabella (Blinde/Frühförderung)

  • Musikalische Früherziehung blinder Kinder unter besonderer Berücksichtigung der auditiven Wahrnehmung

Die Kandidatin geht in ihrer Arbeit von der Prämisse aus, daß blinde Kinder besonderer auditiver Wahrnehmungsförderung bedürfen und zwar bereits innerhalb der Frühförderung. Sie beschäftigt sich daher mit den lern- und entwicklungspsychologischen Grundlagen, um von dort her die Frühförderung sehgeschädigter Kinder zu begründen. Die auditive Wahrnehmung als Teil des Wahrnehmungsprozesses wird danach von der historischen Seite aus bis hin zur Musikerziehung näher bestimmt. An Hand von Konzepten werden Formen musikalischer Früherziehung behandelt. Auf dieser Grundlage entwirft die Kandidatin in Anlehnung an die Übungsfolge "Hören, auditive Wahrnehmungsförderung" eine eigene Übungsfolge, die für eine integrative Förderung blinder Kinder mit sehenden gedacht ist.


145 Staeck, Karin 2 Exemplare (Sprachbehinderte)

  • Aspekte der Verklanglichung von Kinderbüchern und ihre Bedeutung für die Arbeit mit sprachgestörten Schülern

In den sieben Kapiteln ihrer Arbeit schlägt die Kandidatin einen inhaltlichen Bogen. Dieser führt von der theoretischen Begründung der Verklanglichung von Geschichten über die Beschreibung eines konkreten Projektes in einer Sonderschule für Sprachbehinderte zur abschließenden Gesamtreflexion. Der Teil der Projektbeschreibung stellt das inhaltliche Kernstück der Arbeit dar.


146 Stolzenburg, Helmke (Musikpsychologie)

  • Die Förderung der Wahrnehmung mit Musik bei Schwerstbehinderten

Der Kandidat stellt in seiner Arbeit Wahrnehmung als zentralen Bestandteil der Persönlichkeitserziehung im Sinne Leontjews dar. Auf den angesprochenen Personenkreis der Schwerstbehinderten bezogen, greift er verschiedene Ansätze auf und betrachtet sie kritisch, um sich dann für die "aneignungspsychologische Sicht" nach Feuser und Jantzen zu entscheiden. In einem weiten Bogen wird der Wahrnehmungsbegriff von verschiedenen Seiten behandelt,werden die menschlichen Tätigkeiten auf den Wahrnehmungsbezug hin betrachtet. Von dem so gewonnenen Hintergrund sieht der Kandidat die Wahrnehmungsförderung mit Musik bei Schwerstbehinderten und ordnet sie in das im ersten Teil der Arbeit gewonnene Verständnis ein.


147 Einbrodt, Heinrich (Lernbehinderte)

  • Der Blues im Musikunterricht an der Schule für Lb

Die Grundlagen für die Arbeit bereitet der Kandidat in drei Hinsichten auf: in einer umfangreichen Beschreibung wird dem Hintergrund, der Entstehung und den Elementen des Blues nachgegangen, Lernbehinderung definiert und schließlich die Situation der musikalischen Realität des Sonderschülers - vornehmlich nach Amrhein - dargestellt. Darauf aufbauend beschreibt der Kandidat Möglichkeiten des Einbezugs des Blues in den Musikunterricht.


148 Benterbusch-Ix, Edith (Geistigbehinderte/Früherziehung)

  • Musikalische Früherziehung im Rahmen früher Förderung geistigbehinderter Kinder

Die Kandidatin entwickelt die Möglichkeit einer musikalischen Früherziehung aus psychologischen, pädagogischen und musikpädagogischen Prämissen. Dabei erhalten ihre Betrachtungen zum Personenkreis geistigbehinderter Kinder durch allgemeine lern- und entwicklungspsychologische Grundlagen ihre Bedeutung auch für die Konkretion ihres Anstzes, was sie durch Rückbezüge immer wieder deutlich machen kann.


149 Dudlick, Annette (Körperbehinderte/Didaktik)

  • Musik bei schwerstbehinderten Kindern in der Körperbehindertenschule

Das Anliegen der Verfasserin ist, die Förderung des Reaktions- und Aktionsvermögens schwerst-entwicklungsbehinderter Kinder mit rhythmisch-musikalischen Elementen unter Verwendung einfacher Zupf-, Blas- und Schlaginstrumente musikpädagogisch und sonderpädagogisch zu begründen und an einem kasuistischen Beispiel zu dokumentieren.

Eingangs unternimmt die Verfasserin eine umfassende kritische Sichtung unterschiedlicher Definitionsansätze zum Phänomen der Schwerstbehinderung. Anschließend werden differenzielle Aussagen unter dem Aspekt der gesamtpersönlichen Förderung dargestellt. Die Ätiologie und Symptomatologie der sensoriellen Deprivation, die Auswirkung von Störungen der sensu-motrischen Entwicklung (im Konstrukt von Piaget) auf Perzeption und Kommunikation werden ebenso dargestellt, wie der Diskussionsstand über die familiäre und stationäre Förderung dieser Kinder. Dies trifft auch auf die Darstellung der gegenwärtig diskutierten Förderungsansätze, einschließlich der Problematik der Entwicklungsdiagnostik zu.

Nach der Analyse musikpädagogischer Zielsetzungen grenzt die Verfasserin die pädagogisch-musiktherapeutischen Einflußmöglichkeiten auf schwerst-entwicklungsbehinderte Kinder ein und vergleicht sie mit ersten Förderberichten und musikpsychologischen Erkenntnissen über das Säuglingsalter. Daraus werden Hypothesen zur musiktherapeutischen Gruppen- und Einzelförderung dieser Kinder abgeleitet. Sie bilden die wesentliche didaktische Theoriegrundlage. Im detaillierten Aufweis auch der situativen Bedingungen, unter denen eine solche Förderung stattfinden sollte, weist die Verfasserin nach, daß ihr an der Realisierbarkeit der aufge-stellten Forderun-gen liegt und durch Berücksichtigung der Kriterien der Planung, Analyse, Beobachtung einschließlich des Lehrerverhaltens didak-tisch umzusetzen ist.

Diesen theoretischen Anspruch löst sie durch Beleg eines Fallbeispiels praktisch ein.


150 Gelhausen, Astrid (Körperbehinderte/Wahrnehmung)

  • Wahrnehmungsförderung durch die Vermittlung von klang- und taktilen Erfahrungen bei Kindern mit cerebralen Bewußtseinsstörungen.

Die Bereiche der taktilen und auditiven Wahrnehmung nehmen bei der Wahrnehmungsförderung Körperbehinderter zur Zeit noch einen geringen Raum ein. In der Arbeit wird versucht die Notwendigkeit taktiler und auditiver Wahrnehmungsförderung aufzuzeigen als auch in der Durchführung von Fördermaßnahmen Wege zu zeigen und Ergebnisse vorzuweisen.

Es wird der Personenkreis, der mit der Förderung erreicht werden soll auf Kinder mit cerebralen Bewegungsstörungen eingegrenzt und wird mit den Auswirkungen der Bewegungsstörungen auf die taktile und auditive Wahrnehmung begründet.

Die einzelnen, den Problemkreis umfassenden Bedingungen werden dargestellt, wobei insbesondere bei der auditiven Wahrnehmung eine Interpretation erfolgt.

Als Förderungskonzept stellt die Arbeit die sensorische Integrationsbehandlung von Ayres vor, auf das sich die Verfasserin in ihrem eigenen Verfahren modellhaft bezieht. Den Möglichkeiten einer taktilen und auditiven Wahrnehmungsförderung durch Musik und Rhythmik geht die Verfasserin zunächst allgemein, dann bezogen auf zwei Förderkonzepte nach, indem sie die Vermittlung von Wahrnehmungsqualitäten durch


Musikinstrumente besonders herausstellt.

Die eigene praktische Erprobung eines Konzepts wird vorbereitet und schließlich der Förderungsverlauf dargestellt.

Diese Arbeit führt in ein noch weitgehend unerschlossenes Feld der Fördermöglichkeiten. Die Ergebnisse, in teilnehmender Beobachtung festgehalten, zeigen einen möglichen Weg der angestrebten Förderung auf. Eine umfassende Dokumentation des Förderungskonzeptes ergänzt die Arbeit.


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